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Marianne Kohler - Die hitzige Kunst kühles Glas zu formen.

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Marianne Kohler
Marianne Kohler ist gelernte Technische Glasbläserin.
Sie hat ihre Ausbildung in England, Italien und den U.S.A., sowie in der Glasi Hergiswil, auf Hütten- und Kaltglastechnik erweitert, mit anschliessendem Studium an der Fachklasse für freie Kunst, an der Schule für Gestaltung Bern.
Seit nunmehr 20 Jahren arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und als Glasgestalterin in ihrem eigenen Atelier in Basel.
Sie zeigt ihre Arbeiten in Galerien im In- und Ausland und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet (Werkjahr der Stadt Bern, Kunstkredit Basel Stadt, Kuratorium Aargau).
Nebst professioneller Ausführung haben ihre Colliers einen starken, künstlerischen Ausdruck und viele ihrer Unikate sind witzig, frech und farbenfroh und präsentieren sich mit einem Augenzwinkern.

1.
Eine hohe Kunst - Glaskugeln und –perlen zu blasen, wickeln, formen, dekorieren und zu einem Collier zu kombinieren!

 

2.
Aus dem harten Borosilikat-Glas werden Spitzen gezogen.
 

3.
Aus einer Spitze können zwei Glaskugeln gezogen werden.

4.
Die Arbeitstemperatur umfasst ca. 1'260 Grad.

5.
…Nun ist es so weit:

 

6.
Die erste Glaskugel entsteht.

7.
Die Dekoration wird angebracht. Man könnte sagen,
sie wird „angetupft“.

8.
Ein langer Schmelzprozess ist notwendig, weil…

9.
…die Dekoration ins Glas einsinken muss.

10.
Und immer wieder die Form optimieren und dann…

11.
…flach formen, bevor die erste Öffnung
herausgeblasen wird.

12.
Immer wieder wärmen und etwas Glasmaterial
herausnehmen, bis…

13.
…eine fragile Blase entsteht, die dann platzt.

 

14.
Natürlich, auch die andere Seite braucht eine Öffnung.

15.
Entweder in den Glasofen und langsam herunter
kühlen lassen oder in dieses Vermiculit stecken.
Die Oberfläche muss im gleichen Tempo abkühlen,
wie das Zentrum der Glaskugel.

16.
Und nun zur Methode, eine Glaskugel zu wickeln:
Es braucht einen Stahldorn, der mit einem
Trennmittel beschichtet ist, damit das Glas nicht
daran kleben bleibt.

17.
Dieses Moretti-Glas ist sehr flüssig.


18.
Daher muss der Dorn beim Wickeln immer in
Bewegung sein.

19.
Zur Formgebung wird die Glasperle gequetscht.

20.
Auch die gewickelten Perlen werden dekoriert.

21.
Weil die Glasdekoration fliesst, braucht es eine
geschickte Hand und viel Erfahrung.

22.
Die Kugeln kommen in den auf 490 Grad vorgeheizten
Ofen und

23.
Werden auf die Entspannungs-temperatur von
ca. 520 Grad geheizt. Danach werden sie langsam
auf Zimmertemperatur abgekühlt.

24.
Danach kommt der Dorn mit der ausgekühlten Perle
in kaltes Wasser, damit die Perle vom Dorn abgelöst
werden kann.

25.
Die Komposition einer Kette ist gar nicht so einfach.

26.
Es braucht das besondere Gespür für die Kreation.

27.
Welche Perlen und Materialien passen zusammen?
Auch die Länge spielt fürs Design eine Rolle.

28.
Eine Halskette kann nicht einfach verlängert oder
gekürzt werden. Sie verlöre die Ausdruckskraft!

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